Der Litchfield Nationalpark liegt im Norden Australiens im Bundesstaat Northern Territory. Er wurde im Jahr 1986 nach Frederick Henry Litchfield benannt, einem finnischen Forscher. Der Nationalpark ist nur von der Stadt Batchelor zu erreichen, von wo aus man den Park mit dem Auto in geführten oder ungeführten Touren erkunden kann. Trotz der sehr heftigen, monsunartigen Regenfälle während der Regenzeit im April und im November und des dann auch sehr schwülen Klimas ist er Litchfield Nationalpark das ganze Jahr über zu besichtigen, wobei in der Regenzeit jedoch nur die geteerten Strassen befahrbar sind.
Besondere Sehenswürdigkeiten im Nationalpark sind die zahlreich vorhandenen Wasserfälle und Quellen. Der Wangi Fall beispielsweise fällt in ein natürliches Becken, in dem es sich hervorragend schwimmen lässt, solange es keine Krokodil-Warnung gibt. Auch der tropische Regenwald ist absolut sehenswert. Viele der einheimischen Pflanzenarten sind dort zu finden. So gibt es dort beispielsweise die bekannten und gern fotografierten Palmfarne und den Woll-Eukalyptus, aber auch viele Akazien und Kletterpflanzen.
Wirklich berühmt wurde der Litchfield Nationalpark jedoch durch seine Termiten. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine solche Vielfalt dieser Insekten. Sie bauen einzigartige Termitenhügel, welche durch ihre abwechslungsreichen Formen immer wieder überraschen. Manche der Hügel bilden stadtähnliche Bauten, wobei die Größe der Hügel doch sehr schwankt. Ein Termitenhügel im Litchfield Nationalpark kann mehr als 6 Meter Höhe erreichen und mehr als 6 Tonnen Gewicht haben. Es gibt allerdings auch kleinere Hügel, die nur eine Höhe von 30 cm erreicht haben. Die faszinierendsten Termitenbauten sind allerdings die “Magnetic Termite Mounts”, die so genannten magischen Termitenhügel. Sie sind streng nach Nord-Süd oder nach Ost-West ausgerichtet. Dies dient der inneren Kühlung des Hügels, den so die starke, heiße Mittagssonne nur auf einem schmalen Grat erreichen kann und das Innere des Hügels nicht überhitzt, sondern gleichmäßig warm hält. Die angenehmere Morgen- und Abendsonne trifft den Termitenhügel dann an der breiten Seite, so dass er nicht unterkühlt.
Im Litchfield Nationalpark sind jedoch noch weitere Tiere zu Hause, unter anderem das Antilopenkänguruh. Es ist das größte Säugetier des Parks. Des Weiteren sind dort viele wunderschöne, farbenprächtige Vögel zu finden, zum Beispiel der Keilschwanzadler oder die Rotspiegeltaube.