Die imposanten Felsformationen der Bungle Bungles sind Teil des westaustralischen Punurulu Nationalparks und gehören seit 2003 zum UNESCO Weltnaturerbe.
Die faszinierenden Landschaften des - erst seit 1987 als Nationalpark geschütztem - Areals sind wahrscheinlich bereits vor 350 Millionen Jahren entstanden. Die kegelförmigen „Bienenkörbe“ der Bungle Bungles bestehen aus Sandstein, der von Blaualgen und Eisenoxid vor der rascher Verwitterung geschützt wird.
Der Fluss Orb, tropische Regengüsse und trockene, starke Winde haben tiefe Schluchten in die Felsen gegraben. So wurde eine der faszinierendsten Landschaften der Erde geschaffen, in der heute zahlreiche Vogel- und Reptilienarten leben.
Punurulu, das „Land des Sandsteins“, ist die Heimat der Kija und Jaru-Aboriginies, die hier bis heute ihre heiligen Stätten ehren und erhalten. Viele Felszeichnungen, Gräber und Versammlungsorte berichten von uralten Traditionen.
Besonders attraktiv wirkt der 300 m hohe Gebirgszug im sanften Abendlicht, wenn die roten und dunklen Farbtöne der Wände leuchten. Die markantesten Schluchten des Gebietes sind der 12 km lange Pinnacy Creek im Süden und der spektakuläre, atemberaubende „Höhlendom“ Cathedral George. Die hügelige Umgebung scheint dagegen oft karg und ist nur in der Nähe des Flusses und einigen geschützten Arealen mit Bäumen bewachsen.
Die Bungle Bungles wurden erst in den späten 1980er Jahren der weltweiten Öffentlichkeit vorgestellt. Heute gelten sie als außergewöhnliches Reiseziel für Naturliebhaber und Offroader.
Der Nationalpark liegt abseits des Great Northern Highway, rund 100 km südlich der Versorgungsstation Halls Creek. Er ist während der Trockenzeit (April bis Dezember) geöffnet und kann nur mit Allradfahrzeugen befahren werden.
Für Besucher, die per PKW unterwegs sind, wurden zwei einfache, geschützte Campgrounds geschaffen.
Verschiedene regionale Veranstalter bieten Rundflüge über die Bungle Bungles an. Sie starten meist vom 250 km entfernten Kununurra aus.