Australien Rundreise


7. Februar 2009

Der Nambung Nationalpark

Kategorie: Höhepunkte – admin – 17:11


In Westaustralien, nördlich von Perth, liegt der Nambung Nationalpark, der sich insgesamt über eine Strecke von 245 km erstreckt. Seinen Verlauf nimmt der Nambung Nationalpark an der Swan Coastal Plain entlang. Gegründet wurde der Nationalpark im Jahr 1968 und seine Flächengröße beträgt stattliche 184 Quadratkilometer.

Eine echte Attraktion des Nambung Nationalparks stellen die Kalksteinsäulen in diesem dar, die teilweise bis zu vier Meter hoch in die Luft ragen und sehr verwittert sind – obwohl sie von der Fläche her nur einen winzigen Teil des Nationalparks, nämlich vier Quadratkilometer, einnehmen. Bezeichnet werden diese sehenswerten Exemplare als Pinnacles Desert.

Das Dünensystem, in dem sich der Nambung Nationalpark darstellt, zeigt die frühere Küstenlinie des Indischen Ozeans an, von denen die sogenannten Quindalup-Wanderdünen die jüngsten sind, die folglich auch die größte Nähe zum Meer haben. Die Heidevegetation rund um die Dünen, die sich in lilafarbenen Bodendeckern über das Dünengebiet erstreckt, zeigt sich sehr stimmungsvoll in der großartigen australischen Landschaft.

Ein weiteres Dünensystem wird als die Spearwood-Dünen bezeichnet und dieses unterscheidet sich von der Heidelandschaft schon sehr stark, denn hier ist es der braune Quarzsand, der die Landschaft prägt. Der Quarzsand überlagert hier die älteren Kalksteine der ehemaligen Dünen.

Die dritte und am weitesten vom Meer entfernte – folglich auch die älteste Dünenlandschaft – heißt Bassendean Woodlands. Auf der sehr stark siliziumhaltigen Sand wachsen hier kleine und strauchähnliche, eukalyptusartige Pflanzen.

Aber im Namung Nationalpark ist eben nicht nur die Landschaft sehr gegensätzlich und reizvoll. Auch die Tierwelt ist hier sehr attraktiv, auch wenn die meisten Tiere nachtaktiv sind und daher eben nur zur schlafenden Stunde von uns Menschen richtig ausgiebig beobachtet werden kann. Mit viel Glück am Tage gesehen werden können aber die Emus sowie das Graue Riesenkänguru, das schließlich auch ein Wahrzeichen von Australien darstellt.

Reptilienfans kommen hier im Nationalpark auch voll auf ihre Kosten, denn die wirklich giftige Westliche Braunschlange ist hier im Park sehr verbreitet. In den Buschgebieten im Nationalpark lebt auch die Teppichpython.

Ornithologen können sich im Nambung Nationalpark hinsichtlich der Artenvielfalt der Vögel im Nationalpark wirklich mitreißen lassen, denn rund 90 gefiederte Arten sind hier beheimatet. Neben dem Blaubrust-Staffelschwanz und den Keilschwanzadler gehört auch der Pfeifhonigfresser zu den Vogelarten, die hier an der Swan Coastal Plain entlang zu finden sind.

Die echten Highlights des Nationalparks, eben jene Kalksteinsäulen, sind aus Pflanzenwuchs schon vor 500.000 bis 50.000 Jahren im Verlauf der Zeit auf einer Wanderdüne gewachsen und sind damit Zeugen aus der Vergangenheit der Erde. Die Wurzeln haben sich in der damaligen Tamala-Kalksteinschicht. Bedingt durch das Weiterwandern der Düne um jährlich rund 2,5 m haben sich im Verlauf der Jahrtausende durch abgestorbene Pflanzenteile und Eindringen von Wasser wirkliche Sehenswürdigkeiten gebildet.

Der Nambung Nationalpark zeigt die Vielfalt Australiens kompakt und spannend.

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